SAVE Spanien - Gerechtigkeit statt Rache
Spanien kämpt seit den 1960er Jahren gegen die baskiksche Untergrundorganisation ETA (Euskadi Ta Askatasuna, „Baskenland und Freiheit"). International erreichte der Terror in Spanien aber durch die Terroranschläge am 11. März 2004 traurige Berühmtheit. Zehn Bomben detonierten in vier Zügen in der Atocha Station in Madrid. Der Anschlag ereignete sich zur Stoßzeit, die Züge waren voll mit Tausenden von PendlerInnen, die auf ihrem Weg in die Arbeit und an die Universitäten waren. 191 Menschen verloren ihr Leben, mehr als 2000 wurden zum Teil schwer verletzt.
Nach den Anschlägen schlossen sich Überlebende und Angehörige von Opfern in der Organisation Associación March 11th – Affected by Terrorism zusammen; sie setzen sich für Wahrheit, Gerechtigkeit, Friede ein und dafür, dass der 4. März 2004 niemals vergessen wird.
Beatriz Abril Alegre, unsere SAVE Partnerin in Spanien hat ihren jüngeren Bruder Óscar bei den Anschlägen verloren: Mein Bruder Òscar wurde bei den Anschlägen am 11. März ermordet, er war in einem der Züge auf dem Weg zur Universität. Er war 19 Jahre alt und hat Sportwissenschaften studiert. Òscar war ein junger Mann voller Energie, ein Freund, ein loyaler Mensch, der seine Familie über alles liebte. Er mochte Politik nie, für ihn waren Friede und Toleranz wichtig, Werte, die uns unsere Eltern immer vorgelebt haben.
Frauen ohne Grenzen arbeitet mit couragierten Frauen wie Beatriz zusammen und interkulturellen Brückenschlag zu fördern und darauf zu achten, dass Randgruppen – ob politischer, religiöser oder ethnischer Natur - nicht noch weiter abgedrängt werden und ihre Frustration in gewalttätigen Extremismus bündeln. Frauen müssen lernen, aktiv zur Prävention von Gewalt und Extremismus beizutragen, indem sie ihren Kindern und Ehemännern Alternativen zu einem Leben voller Gewalt und Hass bieten.


In Memoriam March 11