Hoffnung, Aktion, Ausdauer
26. Oktober bis 2. November 2009
“Extremismus spaltet Länder und führt zu neuen Teilungen zwischen Osten und Westen, muslimisch und nicht-muslimisch. Terrorismus hat nichts mit Religion oder Nationalität zu tun; es geht um Menschen, die kein Ziel vor Augen haben.“
In der letzten Oktoberwoche reiste das SAVE Team nach Sana´a, um mehr über Frauen und ihre Sicht auf Extremismus zu erfahren und um einen SAVE Jemen Länderstützpunkt aufzubauen. In den Medien wird Jemen als Nährboden und Trainingsort für terroristische Aktivitäten dargestellt, als Staat, der dabei ist, zu zerfallen. Edit Schlaffer und ihre Team trafen auf eine dynamische Zivilgesellschaft, auf gebildete, engagierte und offene Frauen.
SAVE baute eine Gruppe aktiver Frauen aus unterschiedlichsten Bereichen auf – Frauen- und Menschenrechtsinstitutionen, Presse, internationale Organisationen. In einer Reihe von Treffen und Diskussionen erzählten die Frauen ihre persönlichen Geschichten, debattierten und designten ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Projekt, das sie als Gruppe vor Ort durchführen werden. Regelmäßige SAVE Treffen werden stattfinden, auch um mehr Frauen für die Initiative zu gewinnen. Ein Schwerpunkt der SAVE Jemen Gruppe wird auf der Arbeit mit Müttern liegen; Mütter als Frühwarnsysteme, wenn ihre Kinder gefährdet sind, in die Fallen extremistischer Ideologien zu tappen.
Im Rahmen einer SAVE Pressekonferenz, die vom Media Women´s Forum mitgetragen wurde, veranstaltete SAVE eine Filmpräsentation von „Journeys through Darkness“. Der Film, den es mittlerweile auch mit arabischen Untertiteln gibt, erntete vom Publikum
Anerkennung, die Zuseherinnen fanden sich in den Geschichten der drei porträtierten Frauen wieder.
Die SAVE Agenda wurde sowohl von englischsprachigen als auch von arabischen Medien großflächig gefeatured. Eine Auswahl an Pressemeldungen finden Sie in Kürze auf unserer Homepage.
Die Gruppe der Frauen, die sich für SAVE engagieren wollen, ist beeindruckend, bitte klicken Sie hier, um mehr über das Team zu erfahren.
Eine Reihe erfolgreicher Treffen mit MinisterInnen, fortschrittlichen Mädchenschulen und Individuen, die allesamt bereit sind, etwas zu verändern und voranzutreiben, zeigte, dass die jemenitische Gesellschaft überzeugt davon ist, dass eine friedliche und gemeinschaftliche Zukunft möglich und wünschenswert ist.
Die Teilnahme der Frauen an diesem Wandel ist entscheidend und die führenden weiblichen jemenitischen Stimmen müssen ihre Schwestern dazu ermutigen, gegen gewalttätigen Extremismus aufzustehen.
Eine weitere Reise nach Sana´a ist für Anfang 2010 geplant.

Schülerinnen einer Mädchen Schule in Sana´a
Die Straßen von Sana´a
Edit Schlaffer bei einem Treffen mit dem Minister für Endowment und Guidance, Dr. al Hitar
Die SAVE Jemen Gruppe