Zwischen Zwei Welten. Väter und Söhne. Der Transitprozess von der Migration in die Integration

Die Ergebnisse des aktionsorientierten Forschungsprojektes wurden am 3.11. gemeinsam mit Sozialminister Alois Stöger präsentiert.

Grundlage für die qualitative Studie boten Interviews mit männlichen Jugendlichen und Vätern mit und ohne Migrationshintergrund. Insbesondere die Jugendlichen mit Migrationshintergrund zeigten sich hin- und hergerissen zwischen der "alten Welt" ihrer Herkunftsfamilie und der "neuen Welt" ihres unmittelbaren Umfelds in Österreich.
Die Studie, die insgesamt 100 Tiefeninterviews umfasst, zeigt sowohl bei den Vätern als auch bei den Söhnen mit Migrationshintergrund in Bezug auf Integrationsbereitschaft eine durchgängig positive Einstellung. Vorwiegend die Väter sind allerdings auch in einer Ambivalenz zwischen Herkunfts- und Ankunftskultur gefangen. Sie empfinden einen hohen Druck, "aus den richtigen Gründen" nach Österreich gekommen zu sein. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wird von migrantischer Seite hoher Respekt erwiesen. Bei der überwiegenden Mehrheit der migrantischen Väter und Söhne spielt Religion - im Gegensatz zur Mehrheitsgesellschaft - eine große Rolle. Gehorsam und Nichthinterfragen der väterlichen Autorität sowie relativ deutliche Rollenfixierungen gehören zum Regelsystem in Familien mit Migrationshintergrund.
Die Zukunftspläne der befragten Burschen umfassen Berufsausbildung, Familiengründung, Glück, Geld, Friede und Ruhe. Während junge Österreicher ohne Migrationshintergrund Schule und Ausbildung betonen, heben migrantische Jugendliche oftmals die Familie hervor. Die Zukunftspläne der jungen männlichen Generation sind insgesamt überschattet von Ängsten, die mit sozialen Unsicherheiten jenseits ihrer Lebensgestaltung zusammen hängen. Die Bedrohung durch gewalttägigen Extremismus ist vor allem für die migrantischen Jugendlichen ein großes Problem. Sie argumentieren nicht aus einer Defensivhaltung, sondern eher aus der Perspektive der persönlichen Verunsicherung und mangelnden Zukunftsperspektive auf individueller, aber auch kollektiver Ebene.
Als handlungsorientiertes Ergebnis wurde ein Film produziert, der für die Arbeit mit Jugendlichen österreichweit eingesetzt werden soll.
Die DVD mit dem Kurzfilm "Zwischen Zwei Welten" inklusive einer Anleitung zum Einsatz der DVD im Rahmen eines Workshops für die Jugendarbeit ist kostenlos über das Broschürenservice des Sozialministeriums zu bestellen.

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Mothers Against Terror-Families are best placed to address radicalization before it escalates into violence

Edit Schlaffer und Ulrich Kropiunigg über das einmalige Frauen ohne Grenzen Mütterschulen Modell. Publiziert im per Concordiam Magazin des Marshall Centers.

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Bridging the Gap Broschüre

Bridging the Gap - Empowerment Strategies for the New Female Arab Leadership.
Eine Frauen ohne Grenzen Broschüre zum Gratis-Download.

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Frauenrechte - Menschenrechte -- ein Konferenzbericht

Necla Kelek, Güner Balci, Nina Scholz, Ahmad Mansour und Henryk Broder zu "Menschenrechte -- Frauenrechte im Spannungsfeld von kultureller und religiöser Identität als Herausforderung für Schule und Gesellschaft".
Lesen Sie die Statements der SprcherInnen sowie Anmerkungen der österreichischen ExpertInnen Heidi Schrodt, Lilly Sucharipa, Lilian Hofmeister und Amer Albayati.
Die Konferenz fand am 16. Dezember 2013 in der Diplomatischen Akademie in Wien statt.

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Das sind wir! Junge muslimische Männer in Österreich

Die jungen muslimischen Männer in Österreich leben in einer Parallelwelt. Sie ist aber nicht nur eine ideologische, sondern auch eine chancenreduzierte. Die Bildungswege der muslimischen und nicht-muslimischen jungen Männer trennen sich sehr früh. Fast fünfmal so viele der muslimischen Befragten gehen in die Hauptschule, doppelt so viele in ein Polytechnikum und nur 2% studieren. Das daraus resultierende Gefühl der Ausgrenzung erstreckt sich auf alle Lebenswelten: Schule, Ausbildung, Betrieb. Mit der Wahl der Ausbildung beginnt häufig die Reise in die falsche Richtung: schlecht ausgerüstet, unzureichend beraten und an den eigenen Wünschen vorbei beginnt der Start ins Berufsleben. Der Einstieg ins Erwachsenenleben ist begleitet von einer geringen Zuversicht, im Arbeitsbereich Fuß fassen zu können.

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Fair Share in Yemen

A report on the attitudes and perspectives of Yemeni youth, focussing on aspirations and changing gender roles.

Yemen’s youth is the driving force behind the protests that are currently calling for regime change and social justice in one of the Arab world’s least developed countries. On the eve of the uprisings in Yemen, Women without Borders conducted a survey to gauge the aspirations, interests and perspectives of the young people who will shape the country’s future. The “Fair Share in Yemen” study, supported by the OPEC Fund for International Development, focuses on students at Sana’a University, comparing their goals and dreams to the realities of life in Yemen.

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SAVE India: Mothers for Change! "Our Stories, Our Future" Projektbericht

Von 26. Bis 30. April wurde in Mumbai das Mothers for Change! Prrojekt gestartet. Ziel ist es, mit den Familien und Überlebenden der Anschläge vom 26.11.2008 zu arbeiten. Diese Familien können als wichtige ZeitzeugInnen für die junge Generation agieren und ihre Erfahrungen sind ausschlaggebend für Alternativen zu gewalttätigem Extremismus.
Als Teilnehmerinnen konnte Frauen ohne Grenzen die Ehefrauen, Schwestern, Töchter und Mütter jener Polizisten gewinnen, die während der Anschläge im Einsatz waren. Diese Frauen wurden nach den Attacken vollkommen vernachlässigt. Sie hatten keine Möglichkeit, sich zu einer Gruppe zusammenzuschließen oder öffentlich für ihre Rechte einzutreten. Unter den Teilnehmerinnen waren auch einige Opfer, die das erste Mal die Gelegenheit hatten, über die traumatisierenden Geschehnisse zu sprechen.
Die Teilnehmerinnen wurden je nach Alter in eine „Erwachsenen“- und eine „Kinder/Jugend“-Gruppe aufgeteilt.
In „Storytelling-“ und Schwimmworkshops hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre eigene Geschichte zu durchleben und zu erkennen, dass in ihnen das Potential steckt, um zu Veränderung beizutragen.

Our Stories, Our Future“ (unsere Geschichten, unsere Zukunft) lautete das Motto des einwöchigen Storytelling Workshops. Storytelling sollte den teilnehmenden Frauen helfen, das Geschehene zu verarbeiten, über ihre Gefühle, ihre Wut und ihre inneren Verletzungen zu sprechen. Ziel ist es, damit zu Heilung und Bewusstsein beizutragen.

Unter dem Titel „Swimming into the Future“ wurde den Teilnehmerinnen eine Woche lang unter professioneller Begleitung Schwimmen gelehrt. Schwimmen reduziert Stress und ist ein wichtiges Mittel, um die eigenen physischen Kapazitäten zu erleben, Gemeinschaft zu stärken und um Hemmschwellen zu überwinden. Der Schwimmworkshop trug dazu bei, Selbstbewusstsein zu stärken und ein Gefühl der Zugehörigkeit unter den Teilnehmerinnen zu schaffen.

Anne Carr, eine erfahrene Kommunikations- und Dialogexpertin aus Nordirland leitete den Storytelling Workshop.
Elaine Hargrove, Frauen ohne Grenzen und SAVE Mitarbeiterin, leitete die Workshops für die Kinder.
Archana Kapoor, SAVE Indien Repräsentation koordinierte das Projekt.

Bitte klicken sie auf unten stehenden Link, um einen ausführlichen Projektbericht (in englischer Sprache) zu lesen.

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Indian Women Say No to Violent Extremism!

An empowerment and anti-extremism training for the mothers, sisters and daughters of police officers in Mumbai who were active during the 26/11 terror attacks. This download provides a short overview of the manual's contents. For more details, please contact office@women-without-borders.org.

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Bee what you want to be!

Trainingshandbuch für Mädchen in Ruanda/Kigali mit den Schwerpunkten Demokratie, Partizipation, Zivilgesellschaft und Gender.

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Step by Step into the Future!

Trainingshandbuch für Jugendliche im Irak

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Young Women: Fit for Politcs!

Ein Trainingshandbuch für junge Frauen in Österreich, Zypern und der Türkei.

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Bridging the Gap! Junge Stimmen aus dem Saudischen Königreich

Eine Kurzfassung der wichtigsten Studienergebnisse

Von 2006 bis 2008 befragte Dr. Edit Schlaffer gemeinsam mit einem österreichisch-saudi arabischen ForscherInnenteam insgesamt 4.400 männliche und weibliche Studenten an namhaften Universitäten quer durch das Königreich zu ihren Wünschen, Hoffnungen, Träumen und Stolpersteinen. Die junge, gebildete Generation Saudi Arabiens ist der Motor einer tiefgreifenden Veränderung, die in den kommenden Jahren stattfinden wird.

Die Ergebnisse der Studie zeigen: die jungen Frauen und Männer wollen den Status und die Rechte der Frauen im Land verbessern. Die Familie ist vorrangig, Religion wird hoch geschätzt und Tradition respektiert.

Bitte klicken Sie auf den unten stehenden Download, um eine kurze Zusammenfassung der Studienergebnisse (in englischer Sprache) zu lesen.

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Women Winning the Future!

Women Winning the Future! Sports Empowerment for Peace and Change. Eine Frauen ohne Grenzen Broschüre zum Gratis-Download.

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Dokumentation des Projekts Frauenzentrum Nimruz

Das Frauen ohne Grenzen "Frauen- und Kulturzentrum Nimruz" in Afghanistan geht bereits ins dritte Jahr. Die vorliegende Dokumentation zum Gratis-Download liefert viele Einblicke in die Lebenswelt der Frauen, ihre Probleme und Hoffnungen in der Provinz Nimruz und bringt ihre persönlichen Geschichten mit der Situation der afghanischen Frauen nach 9/11 in Zusammenhang.

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Our Country My Role 2. Auflage 2005

Das Trainings-Handbuch wurde für das Projekt "Empowerment von afghanischen Frauen für afghanische Frauen" (siehe abgeschlossene Projekte) erstellt. Die zweite Auflage wurde in Kooperation mit dem UNFPA realisiert und in Dari und Paschtu übersetzt. Es wurde 10.000 Mal gedruckt und im ganzen Land verteilt.
Die englische Version steht hier zum Gratis-Download zur Verfügung.

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Study Report: Can Mothers Challenge Extremism?


The findings of this study across five different regions show that there is significant potential of mothers to prevent their children from violent extremism. In their unique position of access and proximity to their children, mothers are an unrecognized source for deepening our understanding of risk factors and a key partner in developing preventative, counter-violence strategies.


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Charting a New Course. Thought for Action Kit: Women prevention violent extremism

Edit Schlaffer über die Frauen ohne Grenzen Mütterschulen Initiative (Seite 32)

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Afghanistan Empowerment Projekt - Endbericht

Das Projekt "Empowerment von afghanischen Frauen für afghanische Frauen", finanziert von der Austrian Development Agency (ADA) lief bis Ende Januar 2005. Das Projekt und das als Workshop-Unterlage und Hintergrundmaterial extra entwickelte Handbuch "Our Country My Role" ist eine erfolgreiche Initiative, um Frauen bei ihren Frauen auf die Wahlen und längerfristig auf ihre Teilnahme am politischen und gesellschaftlichen Leben vorzubereiten. Das Handbuch wird indessen weiter verbreitet und es wurde zu einer willkommenen Arbeitsunterlage für verschiedene Gruppen und Organisationen. Lesen Sie den Endbericht des Projekts auf Englisch!

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Internationale Jugendstudie - Global Kids

Modernisierung und Geschlechterrollen aus der Perspektive von Jugendlichen im Zeitalter der Globalisierung.
Eine internationale Jugendstudie, finanziert aus den Mitteln des Fonds zur Förderung von Wissenschaft und Forschung (FWF).
Über einen Zeitraum von vier Jahren wurden Jugendliche, ihre Eltern, Geschwister und LehrerInnen in Österreich, Deutschland, in Schweden, der Slowakei, in Indien und in der Türkei befragt, Medien analysiert und ihre Lebensumstände beobachtet.
Um den Sozialisationseffekt der globalen Jugendkultur abzuschätzen, stellt dieses Projekt den Einfluss moderner Geschlechternormen und Rollenbilder auf städtische Mittelschichtjugendliche in den Zielländern dar.
Was sind die Wünsche und Ziele der jungen Generation? Wie sieht ihre Lebensplanung aus? Wollen sie Familie und Kinder? Welche Einstellungen haben sie zum Thema Sexualität? Wie steht es um ihr Genderbewusstsein?
Sie können den gesamten Bericht in zwei Teilen downloaden. Die statistische Auswertung inklusive Grafiken finden sie in Teil 3.

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Women Included - Dokumentation der ersten internationalen Frauen ohne Grenzen Konferenz im November 2003 zum Download

Die Dokumentation der ersten internationalen Frauen ohne Grenzen Konferenz "Women Included", gefördert vom Frauenbüro der Stadt Wien, als Gratis-Download.

Der Report beinhaltet viele Fotos, die Statements und Referate aller 17 Expertinnen aus Afghanistan, Irak, Iran, Israel, Kosovo, Kurdistan/Irak, Israel, Palästina, Senegal und Südafrika sowie die wichtigsten Ergebnisse der Workshops und die Reaktionen auf das Hauptergebnis der Konferenz, die Wiener Frauen ohne Grenzen Deklaration 2003.

Wir wünschen spannende Lektüre und würden uns über Feedback freuen!

Das Frauen ohne Grenzen Team

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"Unsere wichtigste Waffe ist die Bildung". Ein Bericht über die afghanische Frauenuntergrundorganisation RAWA

Frauen ohne Grenzen bekamen von der MA 57, dem Frauenbüro der Stadt Wien, den Auftrag, eine Online-Broschüre über die afghanische Frauenuntergrundorganisation RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan) zu gestalten.

Es wird aufgezeigt, unter welchen Umständen und historischen Gegebenheiten RAWA entstanden ist und sich weiterentwickelt hat, wie einzigartig RAWA auch heute noch ist, warum Bildung eine Waffe sein kann, warum RAWA im Afghanistan nach den Taliban immer noch im Untergrund arbeiten muss, was ihre Überzeugungen und Ziele sind, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen und vieles mehr.

Hier können Sie die Broschüre in zwei verschiedenen Qualitäten als PDF-File downloaden und auch gerne weiter verbreiten und verwenden

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Internationale Jugendstudie - Global Kids Teil 2

Hier können Sie den zweiten Teil der Studie downloaden.

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Internationale Jugendstudie - Global Kids Teil 3

Hier können sie die Fragebogenauswertung herunterladen.

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Kommentar in Publikation des Wilson Center: Challenges to Women's Security in the MENA region

On the occasion of International Women’s Day 2013, a cross-section of women activists, politicians, academics, and entrepreneurs shared their views on the challenges women face to their security in by the Middle East Program at the Woodrow Wilson Center for Scholars. Edit Schlaffer was invited to contribute to this prestigious publication by writing a piece on the awakening of Palestinian mothers to their security roles, following her visit to the West Bank in January.

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CSIS Gulf Analysis Paper-Saudi Youth Unveiling the the Force for Change

The Kingdom of Saudi Arabia has been spared the unrest that recently swept many of its neighbors in the Middle East. Although many perceive that the Saudi royal family has maintained a high degree of both legitimacy and stability, the country faces many of the same socioeconomic ills that helped spark uprisings elsewhere in the region: a massive youth bulge, high unemployment, an education gap, and gender inequality. Up until now, young Saudis largely ignored calls for public protests. Yet with over 60 percent of the population under the age of 30, shifting attitudes among youth will help determine Saudi Arabia’s course over the next decade and beyond... - By Dr. Edit Schlaffer and Dr. Ulrich Kropiunigg

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Die offene Gesellschaft und unsere Angst vor ihr - Konferenzbericht

Brückenbau durch Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und Dialog

Aktuelle Studien, Analysen und Alltagserfahrungen zeigen, dass Begegnungen zwischen den Kulturen nicht in ausreichendem Maße gepflegt werden. Soziale Spannungen, gegenseitige Ressentiments, Vorurteile, Missverständnisse bis hin zu sicherheitspolitischen Ängsten im Zusammenhang mit MigrantInnen sind quer durch Europa führende Themen – von der politischen Arena bis in die Schulklassen.
Wie die unterschiedlichen ethnischen und religiösen Gruppierungen zusammenleben sollen und wollen, zählt zu den großen Herausforderungen dieses Jahrzehnts. Dabei kommt der Bildung der jungen Generation eine zentrale Aufgabe zu. Dialogveranstaltungen finden bevorzugt auf höchster Ebene statt, aber wenn diese Bemühungen Konsequenzen haben sollen, muss die junge Generation auf breiter Basis in einen neuen Orientierungs- und Verständigungsprozess mit einbezogen werden. Dafür brauchen wir alle gezielt Unterstützung und Orientierung.

Am 12. Oktober fand dazu eine Konferenz in der Diplomatischen Akademie statt.
Necla Kelek, Hamed Abdel Samad, Gönül Halat-Mec, Gunnar Heinsohn, Caglayan Caliskan und Mandana Kerschbaumer sprachen zum Thema.
Laden Sie unten stehend einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung herunter.

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