Laufende Projekte

Mütterschulen Abschluss 8. März © FoG

Absolventinnen der ersten Wiener Mütterschule. Im Bild mit Sektionschefin Mag. Edeltraud Glettler, Sozialministerum (ganz links).

Mütterschulen in Wien

Parenting for Peace

Die österreichischen Mütterschulen finden dank der Unterstützung des österreichischen Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (www.bmeia.gv.at) eine Fortsetzung. Fünf Gruppen mit je 10-15 Teilnehmerinnen werden in Wien und Klagenfurt noch im April mit ihren Mütterschul-Treffen beginnen. In einem Train-the-Trainer Workshop wurden 12 zukünftige Trainierinnen ausgebildet.
Die erste Runde der Mütterschulen wurde mit Unterstützung des österreichischen Sozialministeriums (www.sozialministerium.at) im März erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am Internationalen Frauentag im Wiener Ringturm wurden die Absolventinnen und Trainerinnen mit Zertifikaten ausgezeichnet.

Frauen ohne Grenzen hat 2012 das Modell der Mütterschulen entwickelt, eine Serie von wöchentlichen Treffen, wo Frauen die Möglichkeit haben, gemeinsam die Erziehung ihrer heranwachsenden Kinder zu diskutieren, sich auszutauschen und Lösungen für kritische Situationen zu erarbeiten. Die Mütterschulen bieten für die Frauen sichere Orte, an denen sie über ihre Sorgen, Ängste und Erfahrungen sprechen können. Oft ist dies das erste Mal, dass Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, auch über beunruhigende Themen wie Isolation, Drogen, Extremismus und Gewalt zu sprechen.

Mütter sind das Herz der Familie und haben den direktesten Zugang zu den Kindern. Sie müssen das Selbstvertrauen haben, ihr Potential zu nützen und das Wissen, das sie in den Mütterschulen erwerben, anzuwenden. Täglich lesen wir, dass sich Jugendliche allein gelassen fühlen, dass sie Ängste haben, sich ausgegrenzt fühlen. Resignation führt manchmal sogar zu Radikalisierung. Hier sind Mütter gefragt, richtig und rechtzeitig einzugreifen. Zentrale Themen der Mütterschulen Workshops sind Stärkung des Selbstbewusstseins,  Story Telling (die eigenen Geschichten teilen), Kommunikation mit Teenagern und Kindererziehung. Gemeinsam werden Fragen und Lösungen diskutiert und erarbeitet, z.B.: Wie reagiere ich auf kritische Situationen? An wen wende ich mich, wenn ich Hilfe brauche? Höre ich richtig zu? Dazu gibt es Übungen, Rollenspiele und Filme.

Wir danken der Initiative Wider die Gewalt (www.widerdiegewalt.at) für die Unterstützung des Projektes.

 
 

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