Laufende Projekte

Mothers Schools India © FoG

Mothers School workshop in Mewat, India

Mothers School Tajikistan © FoG

"Me and Security" - a Mothers School workshop in Tajikistan

Mothers School Kashmir Nov 13 © FoG

A Mothers School group in Dal Lake, Srinagar

Mothers School Pakistan 2014 ©FoG

A Mothers School meeting in Islamabad

Mothers School Zanzibar June 14 ©FoG

Mothers School trainers in Stone Town, Zanzibar

Mütterschulen gegen Extremismus

Ein Modellprojekt zur Sensibilisierung von Familienmitgliedern für die Gefahr der Radikalisierung und Rekrutierung

Gewalttätiger Extremismus ist eine der großen aktuellen globalen Herausforderungen und hat vor allem für das Leben der Menschen in den betroffenen Regionen weitreichende Implikationen, aber auch für Politik und Ökonomie weltweit. Seit dem radikalen Feldzug der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) stehen Nachrichten über ihre tödlichen Anschläge und die Beteiligung westlicher Jugendlicher an den Gräueltaten in Syrien und Irak an der Tagesordnung. IS ist ein Synonym für gewalttätigen Extremismus geworden, der uns alle betrifft. Die Rekrutierer für den Islamischen Staat sind in Europa angekommen. Und zwar fast überfallsartig, online und offline.
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in die Fänge der Extremisten geraten, sind auf der Suche nach Sinn und Orientierung, oft in einer umfassenden Identitätskrise. Persönliche und politische Motivationen überschneiden sich.

Mütter für Veränderung!
Bereits 2012 hat Frauen ohne Grenzen von Pakistan über Indien/Kaschmir, Nigeria und Tadschikistan bis nach Indonesien das Modell der „Mütterschulen gegen Extremismus“ etabliert, um Familienmitglieder, vor allem Mütter, dabei zu unterstützen, auf die ersten Anzeichen von Radikalisierung kompetent zu reagieren. Niemand kommt den Mechanismen der Rekrutierung näher als sie. Sie sind wichtige, wenn auch unfreiwillige Zeuginnen des Abgleitens ihrer Kinder in den Extremismus. Durch ihre persönlichen Beobachtungen finden wir unter Umständen einen neuen Zugang, um mit dieser Herausforderung kompetenter umgehen zu können.

Die Idee, die hinter dem Mütterschulen Projekt steht, ist ein innovativer und bis dato nicht explorierter Zugang im Sicherheitsbereich. In einer Serie von regelmäßigen strukturierten Treffen über mehrere Wochen wird zuerst intensiv an Vertrauen und Selbstvertrauen gearbeitet, die Frauen werden ermutigt, über sich zu sprechen. Über den schwierigen Umgang mit heranwachsenden Jugendlichen, die Notwendigkeit des Zuhörens ohne schnellen Urteilens, des rechtzeitigen Einschreitens, bevor die Grenzen überschritten werden bis zum Einschätzen von Frühwarnsignalen und den adäquaten Reaktionsformen und des Einschaltens von Hilfe von außen reicht das Spektrum der Themen.

Frauen ohne Grenzen Mütterschulen laufen und liefen in Indien/Kaschmir, Indonesien, Tadschikistan, Sansibar, Pakistan und Nigeria, seit September 2015 sind die Mütterschulen auch in Europa angekommen, die ersten Trainings finden in Belgien und Österreich statt, Schweden und England werden folgen.

Sehen Sie hier einen Frauen ohne Grenzen / SAVE Film, der die Mütterschulen Partnerinnen aus Indien, Indonesien, Nigeria, Pakistan, Tadschikistan und Sansibar bei einem Workshop in Wien im Jänner 2014 zeigt.



Hier können Sie einen Bericht über die Mütterschulen in Mewat, Indien, lesen.
Klicken Sie hier, für einen Einblick in die Mütterschulen Arbeit in Tadschikistan.


Die laufenden Mütterschulen Projekte in Kaschmir, Sansibar, Indonesien und Österreich werden vom österreichischen Sozialministerium und dem österreichischen Ministerium für Europa, Integration und Äußeres (ko)finanziert.

 
 

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