
Afrika ist ein Kontinent der Hoffnung und nicht erst seit dem letzten G8-Gipfel Priorität der internationalen Gemeinschaft. Dennoch kommt die Aufmerksamkeit spät und die Unterstützung läuft langsam an. Vor allem die Jugend Afrikas wird wirtschaftlich und sozial nicht aufgefangen; ohne Zukunftsperspektiven verfällt die junge Generation in Resignation oder gefährdet die Stabilität der Region.
„Unsere Jugend hat viele Probleme, sie ist rastlos und irgendwie aus der Bahn geworfen“, erzählte die Gattin des Präsidenten und Gründerin der Frauenorganisation Zayedesa, Shadya Amani Karume, bei einer Begegnung mit Frauen ohne Grenzen in Sansibar im Juni 2007.
Die Jugend muss gefördert und ermutigt werden, um sich für ihr Land einzusetzen und aktiv nach Chancen zu suchen. Sport hat das Potential, die jungen Menschen zu motivieren und ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu stärken.
In Zusammenarbeit mit professionellen Schwimmtrainerinnen des Österreichischen Wasserrettungswesens und des Österreichischen Jugendrotkreuzes werden Schwimmkurse organisiert; damit werden Körperbewusstsein sowie Rückhalt und Zusammenhalt untereinander gefördert. Die Trainingseinheiten sind der ideale Hintergrund für Gesundheits- und Bewusstseinsbildungsworkshops, um HIV/Aids-, Hygiene- und Umweltbewusstsein zu stärken. Mit einem eigens entwickelten Trainingsprogramm werden Mädchen und Frauen trainiert, um in der Folge als Community Workers in ihren Gemeinschaften tätig zu sein.
Für Studentinnen und Studenten der drei Universitäten auf Sansibar findet ein "Fair Share"- Teamshaping Workshop statt, um die jungen Frauen und Männer gemeinsam ihre Lebenspläne zu entwickeln und notwendige Techniken zu trainieren, damit sie ihre Ambitionen realisieren können und zum Fortschritt Sansibars beitragen können.
Der Aufbau von Schwimmclubs und die Trainingsworkshops, die anschließend lokal weitergeführt werden, sind nicht nur ein wertvoller Beitrag für die Lebensgestaltung der Frauen und jungen Mädchen; unter Umständen erleben sie zum ersten Mal in ihrem Leben, dass sie sich durch Training im Team beweisen und bewähren und durch Ausdauer etwas erreichen können. Das ist der erste Sprung in ein selbstbestimmtes Leben.
Ein lokales Team übernimmt die filmische Dokumentation des Projektes. Dadurch wird gewährleistet, dass die Idee in andere afrikanische Länder weiter getragen wird und auf verschiedenen afrikanischen Plattformen angesiedelt werden kann.
Das Projekt wird vom Bundeskanzleramt / Sektion Sport, der OPEC Foundation und der McCaw Foundation gefördert.
Bitte klicken Sie hier, um eine Reportage von Edit Schlaffer zu lesen. Sie war im Juni 07 in Tansania und auf Sansibar. „Erfolg. Made in Afrika?“ wurde im September 2007 in der Wochenzeitung Die Furche veröffentlicht.
Wir danken der Firma Hervis Sports für die großzügige Spende von Schwimmoutfits für die Frauen in Sansibar. Der Lufthansa Österreich für Flugsponsoring sowie BTU Reisen für die freundliche Unterstützung.
Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, spenden Sie bitte an:
Frauen ohne Grenzen, BACA, BLZ 12.000, KtoNr: 52085371 104, Sansibar