Projekte

Ruandisches Schulmädchen © Xenia Hausner

Blick auf Kigali, die Hauptstadt von Ruanda ©Xenia Hausner

In der FAWE-Schule © Xenia Hausner

Girls: Fit for Leadership! Diese Mädchen in der FAWE-Schule in der ruandischen Hauptstadt Kigali sind begierig darauf, zu lernen, wie man zu einer Führungspersönlichkeit wird!

Ruanda - Girls: Fit for Leadership! Empowermentstrategien für “Young Future Leaders”

Modellprojekt Girls’ Parliament in Ruanda

Anlässlich des Internationalen Frauentages 2004 und der 10Jahres-Gedenkfeiern des Genozid in Ruanda haben Frauen ohne Grenzen die ruandesische Parlamentsabgeordnete Connie Bwiza Sekamana am 8. März 2004 zu einer öffentlichen Veranstaltung - "Frauen machen Frieden - Peace is a Gender Issue!" nach Wien eingeladen. Im Zuge dessen ist das folgende Projekt entstanden.

Ruanda ist durch eine traumatische Zeit gegangen und der weibliche Teil der Bevölkerung war in ganz besonderer Weise betroffen von den Gräueltaten während des Völkermordes. Das Durchschnittsalter der ruandesischen Bevölkerung liegt heute bei ca. 18 Jahren und nach dem Genozid von 1994 bestand die Bevölkerung zu 70% aus Frauen und Mädchen. Die Frauen haben ihre Kompetenzen bewiesen, haben das Land wiederaufgebaut und die Gesellschaft überzeugen können, dass die Partizipation von Frauen im politischen und sozialen Leben der wichtigste Pfeiler für eine demokratische Zivilgesellschaft ist.

Die Jugend steht nun vor der verantwortungsvollen Aufgabe, das Land zu stabilisieren, in eine sichere Zukunft zu führen. Dafür muss insbesondere das heranwachsende weibliche Potential gewonnen werden: durch Trainings und ein innovatives „New-Girls-Network“ fit gemacht werden für die Politik.


20 Mädchen zwischen 16 und 19 Jahren werden in Kigali, Ruanda, an dem vom österreichischen Sozialministerium geförderten einjährigen Workshop-Programm teilnehmen. Frauen ohne Grenzen entwickeln ein Curriculum, das als Arbeitsunterlage für die Workshops dient und anschließend selbständig weiterverwendet werden kann, um die Nachhhaltigkeit des Projektes zu garantieren. Weiters wird ein Forums für Mädchen etabliert, das auf pädagogischer und interaktiver Basis Inhalte zu Demokratie, Partizipation, Zivilgesellschaft und Gender vermittelt, Mädchen trainiert und sie auf ihre zukünftigen politischen Rollen vorbereitet. Das Schaffen von Möglichkeiten für Mädchen, damit sie ihre Fähigkeiten hinsichtlich Leadership, Entscheidungsprozesse und Kommunikation (weiter)entwickeln, trainieren und anwenden können, der Aufbau des internationalen Mädchen Netzwerkes „Girls without Borders“, über das sie ihre Ideen, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen können, sowie ein konkreter Ansatz zur Vergangenheitsbewältigung sind weiter Ziele des Projektes.


Das Schlagwort „Niemals wieder!“ soll durch diese internationale Initiative mit Inhalten gefüllt werden und einen Beitrag zur nationalen Versöhnung und internationalen Wiedergutmachung leisten.


Das vom Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz (BMSK) geförderte Trainings- und Empowermentprojekt wurde mit Juni 2006 beendet.
Bitte folgen Sie auf die folgendem Link, um das Trainingshandbuch „Bee what you want to be“  downzuloaden (englisch).

Unsere Projektkoordinatorin Georgina Nitzsche war im Juni 2006 zum Projektabschluss in Kigali. Lesen Sie hier einen Stimmungsbericht.

 

 
 

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