Aussendungen

Frauen ohne Grenzen / SAVE Newsletter: 7/7 - Niemals wieder!

Liebe Frauen ohne Grenzen, liebe SAVE Sisters, liebe FreundInnen,


heute jährt sich der Terroranschlag auf die Londoner U-Bahn zum fünften Mal. Wir sind in Gedanken bei all jenen, die von den Anschlägen betroffen sind – Opfer, Überlebende FreundInnen, Familienmitglieder. Aber wir denken auch an die Familien der Attentäter. Auch sie dürfen nicht durch die Aktionen einzelner stigmatisiert werden – die Frau von Mohammed Siddique Khan, einem der Attentäter, war so verstört, dass sie ihr Kind verlor.

Wir haben SAVE – Sisters Against Violent Extremism gegründet, um Alternativen zu Gewalt zu finden, Alternativen als Antwort auf Hoffnungslosigkeit, Hass und Verzweiflung. Aktive Dialog- und Brückenbauprojekte sind der einzig sinnvolle Weg.

Es ist einfach, alles in politische Kategorien einzuteilen, aber wir müssen auch das Menschliche, das hinter dieser Tragödie steckt, mit einbeziehen. Gill Hicks hat bei den Attentaten vom 7. Juli 2005 beide Beine verloren. Heute arbeitet sie mit entrechteten Jugendlichen und zeigt damit das andere Ende des Terrors: das Töten und Verstümmeln, das entweder glorifiziert oder in statistische Daten umgewandelt wird, ist für diese jungen Menschen oft Realität. „Sie können mich ansehen und sich denken `Ich möchte nicht in ihrer Situation sein, ohne Beine. Und sie sagen `Ich kann nicht glauben, dass Du hier bist und mit uns redest. ` Und plötzlich können sie sich selbst ein einem anderen Licht sehen.“ Wir können nur hoffen, dass Gill auch die Jugendlichen, mit denen sie arbeitet, so beeindruckt wie uns.

Das Trauma, das Gill Hicks und so viele andere durchleben, wird Ungerechtigkeit und Ablehnung nicht beenden. Aber, wie Gill sagt: „Es ist viel stärker, den Weg ohne Gewalt zu wählen.“

Die internationale Frauenbewegung hat uns über unsere Rechte informiert und wir sind stolz, Teil dieser Bewegung zu sein. Rechte zu haben, bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. SAVE versucht aufzuzeigen, dass Frauen eine Schlüsselrolle im Kampf gegen gewalttätigen Extremismus spielen können und sollen – vom Grassroots-Level bis in die höchsten politischen Ebenen. Frauen haben die Verantwortung, unsere unsichere Welt zu stabilisieren und gegen Gewalt und Terror zu mobilisieren.

Sicherheit ist sowohl eine private als auch eine politische Angelegenheit, und es liegt an uns Frauen, Architektinnen eines Wandels zu sein.


Mit besten Grüßen und Wünschen für einen schönen Sommer.
Ihre,
Edit Schlaffer und das Frauen ohne Grenzen / SAVE Team

 

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