23. Oktober 2007

v.l.n.r.: Ed Husain, Amr Khaled, Shirin Tahir-Kheli, Elisabeth Kasbauer, Parvin Ali, Edit Schlaffer, Zümrüt Gülbay, Farah Pandith, Botschafterin Susan McCaw, Dato Seri Shahrizat Binti Abdul Jalil, Haifa al Kaylani
Eine Frauen ohne Grenzen Konferenz in Kooperation mit der US Botschaft in Wien und der US Mission in Brüssel.
Lesen Sie hier Auszüge aus Edit Schlaffers Eröffnungsrede. Eine ausführliche Konferenzdokumentation folgt in Kürze.
Seit 9/11 herrscht weltweit erhöhte Aufmerksamkeit. Von Nordamerika bis Südostasien - uralte Ängste, Befürchtungen und Skepsis gegenüber „den anderen“ wurden wiederbelebt.
Aber diese veralteten Ängste haben keinen Platz in unserer Welt, in der wir so nahe nebeneinander leben und arbeiten. Die muslimische Bevölkerung in Europa und den in USA ist nicht länger eine Minderheit.
Wie sehr sind muslimische Frauen in das öffentliche Leben eingebunden? Wie können muslimische Frauen aktiv Teil ihrer Gesellschaften sein und als sichtbare Kraft für positive Veränderung eintreten? Wie können junge muslimische Männer ihren Platz in einer sich verändernden Gesellschaft finden?
Die aktive Partizipation von muslimischen Frauen am öffentlichen Leben ist mit Sicherheit eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Dekade.
Mit all diesen Herausforderungen, Fragen und Hoffnungen starten wir unsere Expedition in die Zukunft und wir werden sicher zum Teil auf rauen Gewässern segeln.
Die Expedition startet an einem geschichtlichen Kernpunkt. Erst kürzlich sind prominente MuslimInnen an die Öffentlichkeit gegangen, haben ihre Ängste kundgetan und die christliche Gemeinde dazu aufgerufen, gemeinsam eine Welt zu gestalten, in der diese beiden Religionen friedvoll nebeneinander existieren können.
Aber sind Aufrufe für gegenseitigen Respekt ausreichend?
Wir müssen auch die Jugend mit einbeziehen, denn sie ist die Zukunft. Wir sollten der jungen Generation ermöglichen, ihre eigenen Lösungen zu formulieren, Ansätze, mit denen sie sich identifizieren kann. Kompetente junge Erwachsene können dazu beitragen, ein integriertes, produktives und friedliches Europa zu gestalten.
All dies müssen wir auf unsere Expedition mitnehmen. Und um sicher zu reisen, muss unser Werkzeug aus Worten bestehen, nicht aus Waffen. Wir müssen dieses Werkzeug schärfen und polieren und damit beginnen, die richtigen Fragen zu stellen.
Deshalb sind wir heute hier; um unvoreingenommen zuzuhören, kritisch, aber fair zu diskutieren. Wenn wir das nicht schaffen, dann kommt es schnell zu Gefühlen der Frustration und Ausgrenzung und Parallelgesellschaften werden zur Norm.
Unser Podium ist weiblich dominiert, weil wir davon überzeugt sind, dass Frauen Veränderung durch Worte und Bedeutungen herbeiführen. Frauen haben weltweit eine neue, andere Landschaft kreiert und wenn muslimische und nicht muslimische Frauen dazu bereit sind, eine dauerhafte Allianz zu gründen, werden sie die treibende Kraft sein.
Die Wissensgesellschaft wird zunehmend weiblich - von Riad bis New York, von Amsterdam bis Ankara.
Wir müssen dieses neue weibliche Talentpool anerkennen und zum Einsatz bringen – egal ob in Minirock, Businessoutfit, Abaya oder Hijab.
Wir danken unseren SprecherInnen!
Shirin Tahir-Kheli; US State Department, Senor Adviser, Women´s Empowerment, Washington
Dato´ Seri Shahrizat Binti Abdul Jalil, Frauenministerin, Kuala Lumpur
Haifa Al Kaylani, Arab International Women´s Forum , London
Ed Husain, Autor "The Islamist", London
Farah Pandith, US State Deparment, European and Eurasian Affairs, Washington
Parvin Ali OBE, Fatima Network, Leicester
Zümrüt Gülbay, Professorin, Integrationsgipfel, Berlin
Amr Khaled, Pop Prediger, Birmingham
Manal Omar, OXFAM, Oxford
Klicken Sie auf die folgenden Links für einzelne Medienberichte.
"Zusammen leben, aber wie?" Kurier
"Für Frauen-Power in der muslimischen Welt" Der Standard
Ein Kommentar von Ed Husain im Guardian
Ein Mann. Zwei Kulturen. Ein britischer Islamist steigt aus. Von Edit Schlaffer im Kurier
"Ich bin eine mediterrane Preußin", Kurier