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01. Juni 2006

Georgina Rwanda © Georgina Nitzsche/FoG

Georgina mit Elizabeth Powley und Ahmed von Women Waging Peace in Kigali.

Gruppenfoto Kigali ©Georgina Nitzsche/FoG

"Gruppe B und D" mit den Trainerinnen Emertha und Grace, die beide in ihrem letzten Studienjahr sind. Sie sind Anfang 20, Waisen und kümmern sich um ihre Familien.
"Die Trainerinnen sind wirklich toll, sie sind wie große Schwestern. Wir können mit ihnen ganz offen reden, weil sie genau das selbe erlebt haben wie wir", erzählt eine Teilnehmerin.

workshop in Kigali ©Georgina Nitzsche/FoG

workshop group ©Georgina Nitzsche/FoG

Beim Workshop mit dem "Bee what you want to be" Handbuch.

"Ich weiß, dass ich eine Führungspersönlichkeit bin.."

Ruanda - Girls fit for Leadership!

Georgina Nitzsche, Frauen ohne Grenzen Teammitglied, ist soeben aus Ruanda zurückgekommen. Sie besuchte unser Projekt “Fit for Leadership!”, ein Empowerment Projekt für Mädchen und junge Frauen in Kigali, das in einem FAWE-Internat in Kigali stattfindet.

Lesen Sie hier einen Stimmungsbericht:

Es war zwar gerade Regenzeit, aber die Landschaft war wunderschön und grün und die Menschen, die ich getroffen habe, waren herzlich und fröhlich.

160 Mädchen nehmen insgesamt an den wöchentlichen Workshops teil. Sie arbeiten mit dem Frauen ohne Grenzen Handbuch “Bee what you want to be!”, ein Curriculum, mit interaktiven, innovativen Übungen zu den Themen Leadership, Gender, Partizipation, Zivilgesellschaft, Persönlichkeit, etc. Das Handbuch steht ab Ende Juni zum Download bereit.

Die Teilnehmerinnen sind sehr enthusiastisch und interessiert und freuen sich über die willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Unterricht. Besonders interessiert sind sie an Genderthemen. “Das Training hat mir bis jetzt wirklich viel gebracht, vor allem in Bezug auf mein Selbstbewusstsein, aber auch in puncto Verantwortungsbewusstsein, Kreativität und Mut”, erzählt eine Teilnehmerin.

Das Handbuch soll die Mädchen und jungen Frauen empowern, sie stärken, damit sie sich ihrer Rolle bewusst werden, ihren Platz in der Gesellschaft finden und ihre Talente und Energien für sich selbst und die Gesellschaft nutzen können.
Es war beeindruckend zu hören, welche Zukunftspläne die Teilnehmerinnen haben. Ihr Ziel ist es, ganz oben zu sein, vor allem in den Bereichen Medizin und Recht, damit sie anderen helfen können: “Mein Ziel ist es, das beste aus unserer Welt zu machen, und ich weiß, dass ich das kann!”

Unsere Partnerschule wird in Zusammenarbeit mit FAWE, einer afrikanischen NGO, die sich für Bildung für Mädchen einsetzt, geführt. FAWE Ruanda, koordiniert von Odette Mukazi, arbeitet mit 48 Schulen im ganzen Land zusammen. Sie erzählt mir, dass viele der Schülerinnen Waisen sind, traumatisiert sind, Gewalt und sexuellen Missbrauch erleiden mussten. HIV/Aids ist ein zentrales Thema in Ruanda. Viele Mädchen müssen sich um ihre Familien kümmern, schauen, dass sie neben der Ausbildung noch Geld verdienen. Odette versucht mit aller Kraft, mehr Mädchen in die Schule zu bringen. Sie versucht, Sponsorengelder für jene aufzutreiben, die ohne ihre Hilfe wahrscheinlich gar keine Chance auf Bildung hätten.

Bildung für Mädchen ist der Schlüssel für die Zukunft. Nach dem Genozid 1994 war die Bevölkerung zu 70% weiblich. Es war klar, dass Frauen aktiv an Politik und Sozialleben teilnehmen mussten. Heute sind 48,8% der Parlamentsabgeordneten Frauen. Damit ist Ruanda weltweit an erster Stelle.
Und genau aus diesen Gründen ist Leadership- und Empowerment-Training für Mädchen und junge Frauen so wichtig, und zwar jetzt, damit die junge Generation für ihre Zukunft vorbereitet und gerüstet ist. Es geht nicht nur um Führungspositionen in Politik und Rechtssystem oder Wirtschaft, die ruandesische Gesellschaft braucht starke Frauen in allen Bereichen.
Ich weiß was Leadership bedeutet, ich weiß, dass ich eine Führungspersönlichkeit bin, mein Land leiten kann!”, meint Jessica, 17 selbstbewusst.


 


 

 
 

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