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Global Leaders Conference © Zayed University

Studentinnen bei der Women as Global Leaders Conference in Abu Dhabi, März 2006.

Speaker/Global Leaders © Zayed University

Girls without Borders ©SWI

Kicking Team Rwanda © FoG

Eines der "Kicken für die Versöhnung!" Teams in Kigali.

Edit Emertha Felicite © Maria Bobenrith/Nike

Edit Schlaffer mit Emertha Uwanyirigira und Felicite Rwema beim Frauenlauf in Casablanca.

women´s race casablanca © Heather Cameron

Kate Brubacher ©Kate Brubacher

Kate Brubacher

01. Juni 2006Liebe Frauen ohne Grenzen!

Frauen stehen immer mehr im Blickpunkt. Die Zayed Universität in den Vereinigten Arabischen Emiraten veranstaltete im März eine internationale Konferenz zum Thema "Women as Global Leaders". Wie sehr Frauen, vor allem aus Ländern, die sich in Umbruchsituationen befinden, daran interessiert sind, ihre Gesellschaft aktiv mitzugestalten, zeigte sich deutlich: 1200 Delegierte aus 87 Ländern nahmen an der Veranstaltung in Abu Dhabi teil.

Die einstimmige Message der Sprecherinnen – globaler Dialog und gegenseitiges Verstehen sind die Basis für alternative weibliche Diplomatie und Politik. König Rania von Jordanien sagte: „Die besten und erfolgreichsten weiblichen Führungspersönlichkeiten sind nicht diejenigen, die mit eisener Hand vorauspreschen, sondern jene Frauen, die wissen, wie sie mit Veränderungen umgehen müssen und sich von Misserfolgen oder Fehlern nicht beeinträchtigen lassen. Das Leben bringt immer Überraschungen – gute oder schlechte – die uns aus der Bahn werfen.“
Wie gut, diese Worte von einem viel bewunderten Rollenmodell zu hören.

Sheika Lubna, die erste Ministerin für Finanzen und Planung in den Vereinigten Arabischen Emiraten, und eine der führenden Frauen der Region schließt sich an „Ich habe miterlebt, wie sich die Emirate von einer Erdöl-Wirtschaft, über eine regional konzentrierte Nation hin zu der führenden Region entwickelt haben, die sie heute sind. Und was für mich so besonders ist, ist die Rolle, die die Frauen in diesem Prozess gespielt haben.“

Frauen ohne Grenzen war eingeladen, Girls without Borders - die Tochter von Frauen ohne Grenzen - eine interaktive Plattform, die junge Frauen und Mädchen weltweit verbindet, im Rahmen der „Women as Global Leaders“ - Konferenz vorzustellen.
Die anwesenden arabischen Studentinnen waren begeistert. Sie leben in einer aufregenden Zeit; mehr als 60% der Uniabsolventinnen im Mittleren Osten sind Frauen. Und diese Frauen beginnen in Politik, Wirtschaft und Medien eine Rolle zu spielen. Für die jungen Frauen ist nun der Zeitpunkt da, sich in bislang männliche Terrains hineinzubegeben und die Arbeitgeber müssen aufwachen und diesen neuen weiblichen Talenten aufgeschlossen entgegen sehen.
Der Bildungsminister Scheich Nazan bin Muvarak Al Nayhan hob in einem Treffen mit mir letzen Dienstag in Dubai die Errungenschaften der Frauen in der Region hervor und zeigte sich stolz über ihre Sichtbarkeit in Führungspositionen.

Frauen in Kuwait schreiben Geschichte: Fünf Kandidatinnen sind bei den Wahlen Ende Juni aufgestellt. Sie brechen damit die 44jährige Verbannung aus der Politik. “Ein Traum wird wahr, kuwaitische Frauen nehmen endlich aktiv am öffentlichen Leben Teil”, beschreibt Rula Dashti diesen großen Schritt.
Wir drücken den Frauen in Kuwait die Daumen!

Die Mädchen und jungen Frauen, die in Ruanda an unserem “Fit for Leadership!” Empowerment Programm teilnehmen, haben erste Berichte für die Girls without Borders Webseite geschrieben. Georgina Nitzsche war im Mai in Kigali und hat das Projekt, an dem 160 Mädchen teilnehmen, besucht: “Sie sind so interessiert und so offen, sich mit Mädchen aus aller Welt auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen und sie wollen unsere Web-Plattform dafür nutzen.”

Emertha Uwanyirigira, eine unserer ruandesischen Fußballtrainerinnen im Rahmen des “Kicken für die Versöhnung!”-Projekts war gemeinsam mit mir bei einer von Nike organisierten Konferenz zum Thema Sport und Gender in Casablanca, Marokko.
Und dort traf sie Felicite Rwema, eine unglaublich engagierte Aktivistin in Ruanda. Die Begegnung in Casablanca wird für Emertha und Felicite der Beginn einer ganz besonderen Partnerschaft: sie starten gemeinsam Frauen ohne Grenzen in Ruanda!
Ihre erste Initiative wird ein Radioprogramm für Strassenkinder sein.
Die Gesellschaft soll auf ihre Probleme aufmerksam gemacht werden, den Kindern eine Stimme gegeben werden. “Wenn ich diese Kinder sehe, die nichts haben, dann kann ich nicht einfach nur zusehen, ich muss etwas tun”, so Emertha.
Wir freuen uns, dass wir nun gemeinsam daran arbeiten können, ihre Ziele zu verwirklichen.

Die Straßen von Casablanca, die normalerweise nur von Männern bevölkert sind, erlebten am 21. Mai ein besonderes Ereignis: 22.000 Frauen und Mädchen nahmen am “Course Feminine” teil, einem 10km Lauf, der von der marokkanischen Olympionikin Nawal El Moutawakel initiiert wurde. Die MarokkanerInnen sind unglaublich stolz auf ihre Weltklassesportlerin und dieses Ereignis war ein besonderer Tag für die Frauen und Männer. “Ich fühlte mich immer hässlich und dick”, sagte eine der Teilnehmerinnen, “aber Nawal hat mich so motiviert, dass ich nun trainiere und mit mir zufrieden bin.”

Es war ein unglaubliches Gefühl, durch die Straßen von Casablanca zu laufen, neben so vielen Frauen aus verschiedenen Nationen, in den unterschiedlichsten Outfits -- mit wehenden Kopftüchern, in hautengen Laufdressen, mit Kappen und Kopfbedeckungen aller Art. Die sengende Hitze hielt auch die älteste Teilnehmerin, eine 75jährige Marokkanerin, nicht davon ab, bis ins Ziel zu laufen. Die Frauen sind in Gruppen gekommen, Mütter mit ihren Töchtern, Studentinnen, Professorinnen – und die Männer haben sie vom Straßenrand her angefeuert.

Ich habe mich immer vor den großen, erfolgreichen Läuferinnen gefürchtet, aber mein Vater sagte zu mir 'die besten Geschenke sind in kleinen Päckchen – wie Diamanten oder Saphire – kleine Dinge können sehr stark und schön sein”, beschreibt Nawal den Anfang ihrer Karriere.

Das stimmt Nawal, small is beautiful, aber: we must think BIG!

Mit den besten Grüßen,
Edit Schlaffer und das Frauen ohne Grenzen Team


Wir begrüßen unsere neue Mitarbeiterin Kate Brubacher!
Kate wird den Sommer über bei Frauen ohne Grenzen arbeiten. Sie studiert Ethik und Recht an der Yale University und hat einen Abschluss in Philosophie&Religion sowie Geschichte/Stanford University. Kate gründete die „Liberian Widows Initiative“, eine Projekt für liberianische Flüchtlingsfrauen, die außerhalb von Accra, Ghana, leben. Hier können Sie einen Artikel zu Kate´s Arbeit mit liberianischen Flüchtlingsfrauen lesen.

 
 

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