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19. Oktober 2005

Frauen ohne Grenzen bei der Preisverleihung

Das Frauen ohne Grenzen Team v.l.n.r.: Marlies Doutlik, Jaleh Lackner-Gohari, Martina Handler, Elisabeth Kasbauer, Edit Schlaffer, Georgina Nitzsche, Sabine Wild.

Käthe Leichter

Käthe Leichter

"Wir brauchen viele Käthes..."

Käthe Leichter-Staatspreis für Edit Schlaffer

Am 21. September wurde Edit Schlaffer, Gründerin von Frauen ohne Grenzen, mit dem Käthe Leichter-Staatspreis für Frauen- und Geschlechterforschung ausgezeichnet.

Der Staatspreis und die Käthe Leichter- Anerkennungspreise sollen an das Leben und Wirken der Nationalökonomin Dr. Käthe Leichter erinnern.
Leichters politisches und soziales Engagement führten während der ersten Republik zu nachhaltigen Verbesserungen für Frauen: sie gründete das Frauenreferat der Arbeiterkammer Wien, war im Frauenzentralkomitee der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei aktiv und veröffentlichte zahlreiche Publikationen.

Käthe Leichter wurde 1895 in Wien geboren. Sie studierte Staatswissenschaften an der Universität Wien – die Zulassung erkämpfte sie sich durch eine Klage beim Reichsgericht. Da ihr die Abschlussprüfung in Wien verweigert wurde, übersiedelte sie nach Heidelberg. Aufgrund ihrer politischen Aktivitäten als Kriegsgegnerin wurde ihr jedoch 1917 die Einreise nach Deutschland verboten.
Eine Sondergenehmigung ermöglichte ihr schließlich doch den Abschluss, sie promovierte 1918 mit Auszeichnung und kehrte dann nach Wien zurück.
Durch den Verrat eines Spitzels wurde Käthe Leichter 1938 von der Gestapo festgenommen. Trotz zahlreicher ausländischer Interventionen wurde sie Anfang 1940 in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert. Zwei Jahre später wurde sie im Zuge des nationalsozialistischen Euthanasie-Programms in der Psychiatrischen Anstalt Bernburg/Saale ermordet.

 
 

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