Archiv

Logo SAVE - Sisters against violent extremism

22. Dezember 2008

SAVE ist die Antwort auf Terrornetzwerke

Sisters Against Violent Extremism – die erste weltweite weibliche Anti-Terror Plattform, gegründet im November 2008

Die Feinde der offenen Gesellschaft rüsten zum Angriff. Schauplatz sind die Orte, wo wir uns sicher fühlen: Bürotürme, Hotels, Busse und U-Bahnen. Es kann uns alle treffen, so wie Rachel North, die an einem normalen Wochentag in die Londoner U-Bahn gestiegen ist, nicht ahnend, dass zwei Landsleute, deren Herzen und Köpfe mit Wut und Zorn, deren Rucksäcke randvoll mit Sprengstoff gefüllt waren, versuchen würden, ihr Leben zu zerstören.
Frauen wie sie sind die Inspiration für SAVE, eine globale Plattform, die mit mutigem Dialog gegen Terror und Gewalt mobilisiert.

Frauen ohne Grenzen hat 33 Frauen aus aller Welt eingeladen, um die erste weltweite weibliche Anti-Terror Plattform zu gründen. Was die Teilnehmerinnen verbindet: sie sind alle von Gewalt und Terror betroffen und haben sich dazu entschlossen, SAVE zu gründen, eine neue weibliche Bewegung, die gegen gewalttätigen Extremismus aufsteht.

Ein ehemaliges Mitglied einer radikalen islamischen Gruppierung, die Mutter eines verurteilten potentiellen 9/11 Luftpiraten, Überlebende und Opfer der Terroranschläge in Madrid, London und New York, Angehörige von Opfern, internationale Aktivistinnen und Journalistinnen sowie Repräsentantinnen erfolgreicher Modelle und Lösungsansätze gewaltsamer Konflikte in Nordirland, dem Kosovo und Guatemala, haben sich entschlossen, gemeinsam die Herausforderung aufzugreifen.
Klicken Sie hier um die Namen und Hintergründe aller Teilnehmerinnen zu lesen.

Die Teilnehmerinnen der ersten SAVE Arbeitskonferenz in Wien haben ihre Erfahrungen und ihre Expertise eingebracht, um neue Lösungen zu verhandeln: der Bogen spannte sich vom Kosovo bis Kolumbien, vom Mittleren bis zum Nahen Osten, von Europa bis Afrika.

Diese Gruppe konnte nicht unterschiedlicher sein und bewies ihre Konfliktlösungskompetenz in unmittelbarer Aktion. Dabei konnten wir lernen, dass Versöhnung eine mühsame Reise ist. Wir mussten dafür unser ausgeprägtes Bedürfnis nach Harmonie überwinden, der Verführungskraft von Abkürzungen widerstehen und einander vor allem einmal zuhören.

Die zentralen Diskussionsthemen während der Konferenz:

- Wie können Frauen von potentiellen Opfern zu Akteurinnen werden?
- Wie können Frauen gegen extreme Gewalt mobilisieren?
- Wie können Frauen Ausstiegsszenarien aus der Welt des Terrors und der Gewalt unterstützen?
- Wie können Frauen Sicherheitspolitik mitgestalten und beeinflussen?

Vom Dialog zur Aktion

Im Anschluss an die Konferenz werden nun weltweit SAVE Stützpunkte gegründet, mit lokalen Aktionsplänen und regionalen Antworten auf Gewalt und Terror.

Für unsere Reise in die Zukunft haben die SAVE Pionierinnen die SAVE Deklaration verabschiedet, ein Wegweiser für unsere gemeinsame Mission.

Frauen ohne Grenzen wird den Start der lokalen Stützpunkte launchen und bereits im Jänner mit London, Neu Delhi und Mumbai beginnen.

Warum Frauen?

Frauen sind strategisch positioniert, am Puls der Familien, wo sie als Erste Resignation und Wut bei ihren Kindern orten. Sie sind der zentrale Ansatzpunkt eines Frühwarnsystems und sie müssen auf den privaten und öffentlichen Bühnen gehört werden.

SAVE ist die energische Antwort auf die wachsenden Terrornetzwerke, um eine positive Klimaveränderung in den lokalen Gesellschaften zu erzeugen.
Frauen sind die Stimmen der Zivilgesellschaft, die statt Rache und Kollektiv-Verurteilung versuchen, das Gefühl der Zusammengehörigkeit gegen ein Klima der Angst und Paranoia zu stärken.

Folgen Sie diesem Link, um Medienberichte zu SAVE zu lesen.

Kurze Videostatements von einigen Teilnehmerinnen können Sie in Kürze über die Homepage downloaden. Eine SAVE Filmdokumentation von Werner Ertel und Peter Koncz wird im Frühling 2009 fertig.

 
 

« Zurück zur ÜbersichtArtikel weiterleiten Artikel drucken