Aktuell

17. Jänner 2007

Gruppe Trainerinnen Kokilimedu ©FoG

Trainerinnen im Rahmen des "Connecting Women and Children for Hope!" Projektes in Kokilimedu.

Am Boot mit Witwen © Peter Stefan

Edit Schlaffer und Botschafterin Jutta Stefan-Bastl mit Frauen aus Kokilimedu im Frauen ohne Grenzen Boot.

Autofahren in Venpurusham ©FoG

Edit Schlaffer und Elisabeth Kasbauer als Beifahrerinnen im Frauen ohne Grenzen Auto.

Einkauf im FoG Shop © Peter Stefan

Filmpräsentation in Delhi © FoG

v.l.n.r. Botschafterin Jutta Stefan-Bastl, Elisabeth Kasbauer, Edit Schlaffer, Archana Kapoor

Mit den indischen Frauen in einem Boot

Gezieltes Disastermanagement zeigt, dass aus Katastrophensituationen auch positive, bislang ungeahnte Energien entstehen können; unter der Voraussetzung, dass Frauen als Keyplayers involviert werden.


Die beiden Frauen Empowermentprojekte „Connecting Women and Children for Hope!“ und “Take your Future into your own Hands!” in der südindischen Tsunamiregion Tamil Nadu sind ein Modellbeispiel dafür, wie viel mit wenig finanziellen Mitteln erreicht werden kann.
Anstatt wie viele andere NGOs Kleider, Fernsehgeräte, Handies oder Bootmotoren zu verteilen und große Schilder an den Dorfeinfahrten zu platzieren, sind Frauen ohne Grenzen auch zwei Jahre nach dem Tsunami noch sichtbar und aktiv.
Die Energie und das Engagement, mit dem die DorfbewohnerInnen ihr Leben in die Hand nehmen, sind bewundernswert, doch Bewunderung alleine reicht nicht aus, wir müssen diese Frauen weiterhin unterstützen.

An der Einfahrt von der Hauptstrasse zur Dorfstrasse werden wir bereits erwartet - mit Musik, Krachern, Blumen und vielen lachenden Gesichtern.
Connecting Women and Children for Hope!“, unser erfolgreiches Dorfentwicklungsprojekt in Venpurusham und Kokilimedu in der sündindischen Tsunamiregion Tamil Nadu geht zu Ende.
In einer letzten Projektreise, auf der uns die österreichische Botschafterin in Delhi, Dr. Jutta Stefan-Bastl, begleitet hat, konnten wir uns einmal mehr davon überzeugen, dass das Modellprojekt aufgegangen ist.

Die Frauen, die sich in Kooperativen zusammengeschlossen haben, vermieten ihre Netze und Boote erfolgreich an die Fischermänner. Die Alphabetisierungs-, Computer- und Englischkurse wurden mit Begeisterung angenommen, bei den Gesundheitscamps bildeten sich stets lange Warteschlangen und die Männer haben sich doch dazu durchgerungen, an Treffen zum Thema Alkohol und Gewalt teilzunehmen.
Dass das Autofahrtraining und die Bereitstellung von 3Wheelers ein Riesenerfolg war, muss wohl nicht erwähnt werden. Wir hatten diesmal die Ehre, als Beifahrerinnen eine Runde durch das Dorf zu drehen.

Auch das Projekt „Take your Future into your own Hands!“, ein neues ökonomisches Modell für Frauen über 40 und Witwen in 23 Dörfern in der Region hat dazu beigetragen, die Teilnehmerinnen zu unterstützen, wirtschaftlich Fuß zu fassen. Die unterschiedlichsten Produkte für den täglichen Gebrauch werden hergestellt: von Waschpulver und Reinigungsmittel über Stofftiere, Pickles, Unterröcke und Taschen bis hin zu Seilen und Wänden aus Palmblättern.
Die ersten Kleinunternehmen, bestehend aus fünf Frauen, wurden gegründet, und wir haben unsere Mitbringsel diesmal im lokalen Frauen ohne Grenzen-Shop erstanden.

Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerin Archana Kapoor haben wir den Film „Chronicle of Change. Life beyond Tsunami“ produziert. Wir freuen uns, Ihnen diese Dokumentation anlässlich des internationalen Frauentags Anfang März 2007 präsentieren zu dürfen (Genauere Infos erhalten Sie in Kürze via Newsletter).

Dank der tatkräftigen Unterstützung von Dr. Jutta Stefan-Bastl hatten wir bereits am 11. Jänner in der Österreichischen Botschaft in Delhi Premiere und der Film wurde einer Gruppe von VertreterInnen aus Politik, Kultur und Medien vorgestellt.

 
 

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