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07. Juli 2006

Katherine Switzer und FoG Team © FoG

Frauen ohne Grenzen trafen Katherine Switzer vor dem Frauenlauf in Wien.
v.l.n.r.: Astha Kapoor, Katherine Switzer, Elisabeth Kasbauer, Kathrin Salzmann, Edit Schlaffer, Kate Brubacher

Tegla Loroupe &;copy Elisabeth Kasbauer/FoG

Tegla Loroupe bei der Preisverleihung.

Die Gewinnerinnen ©Elisabeth Kasbauer/FoG

Tegla Loroupe mit Preis © Elisabeth Kasbauer / FoG

Come on Ladies, start to run!

Der Wiener Frauenlauf 2006

Astha Kapoor, unsere Girls without Borders Repräsentationen, war am 11. Juni beim Frauenlauf im Prater.

12.000 Frauen und Mädchen liefen mit. Und es war ein großes Fest. Musik, viele Menschen, Essen, Getränke etc., ein wunderschöner Sonntag.
Aus aller Welt sind international anerkannte Läuferinnen zusammen gekommen, um gemeinsam zu laufen. Katherine Switzer und Tegla Loroupe zählen zu den Bekanntesten. Sie beide haben faszinierende Lebensgeschichten:

Katherine Switzer war 1967 die erste Frau, die am Boston Marathon teilgenommen hat. Wirklich erwünscht war sie dort nicht. Einer der Rennverantwortlichen versuchte, sie gewaltvoll von der Strecke zu vertreiben; mit Unterstützung anderer konnte Katherine den Marathon jedoch letztendlich fortsetzen. Seit damals setzt sie sich dafür ein, dass Frauen und Männer im Sport die gleichen Bedingungen und Chancen haben, besonders im Marathon. Erst kürzlich wurde ihr Buch “26,2 Marathon Stories” veröffentlicht.

Tegla Loroupe ist in Kenia geboren. Die bekannte Läuferin, die eine Reihe von Titeln gewann, war die erste Afrikanerin, die am New York City Marathon teilnahm. Ihre Geschichte ist unglaublich. Als eines von 24 Geschwistern entschied sie sich, in die Schule zu gehen, das bedeutete 20 Kilometer zu Fuss hin und retour. Ihr Vater wollte nicht, dass sie Sport betrieb, doch Tegla war immer schon eine Rebellin – sie nahm an allen Laufveranstaltungen teil und die ersten Erfolge kamen rasch. Unterstützung vom Sportveband bekam sie nicht – nach deren Meinung war sie zu dünn. 1988 schließlich konnte Tegla Loroupe auch die letzten ZweiflerInnen überzeugen: sie gewann einen Cross country Lauf und wurde für die Junior Weltmeisterschaften nominiert. Seit diesem Zeitpunkt ging es steil bergauf; 1994 gewann Tegla den New York Marathon.
Tegla Loroupe ist ein Rollenmodell für Frauen weltweit, besonders aber für Frauen in Afrika. Sie hat ihren Weg gewählt, ihn konsequent verfolgt und gewonnen. Erst kürzlich startete sie ein Friedenslauf-Projekt. Ihr Ziel ist es auch, Bildung für Kinder in Kenia zu ermöglichen, eine Internatsschule an der Grenze Kenia – Uganda ist momentan in Bau.

Die Teilnahme dieser beiden außerordentlichen Sportlerinnen verlieh dem Event eine besondere Stimmung und die Läuferinnen ließen sich von ihrem Spirit anstecken. Jede, die über die Ziellinie kam, erhielt eine Medaille – alle waren Gewinnerinnen. Sie alle haben einen wichtigen Schritt gemacht, waren dabei und haben gezeigt, was in ihnen steckt.

Tegla Loroupe wurde mit dem diesjährigen Frauenlauf Award ausgezeichent. Letztes Jahr wurde er an Katherine Switzer überreicht. Auf der Bühne am Prater, umgeben von so vielen jubelnden Frauen und Mädchen, konnte Tegla Loroupe ihre Tränen nicht mehr zurück halten.

Einfach nur dabei zu sein, inmitten all dieser Frauen, machte mich stolz. Auch wenn ich nicht am Lauf teilgenommen habe, die Stimmung war großartig. Nächstes Jahr bin ich sicher dabei.

Also Ladies, fangt an zu laufen. Wir sehen uns dann beim Frauenlauf 2007!

 
 

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