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03. November 2009

Jemen Gruppe SAVE © FoG

Die SAVE Jemen Gruppe

Fahmia al Fotih  c FoG

Fahmia al Fotih

Husnia al Kadri c FoG

Husnia al Kadri

Nadia al Saqqaf © FoG

Nadia al Saqqaf

Schülerinnen einer Mädchenschule © FoG

Schülerinnen einer Mädchen Schule in Sana´a

Jemen: Hoffnung, Aktion, Ausdauer

Eine Frauen ohne Grenzen SAVE Reise nach Sana’a

26. Oktober bis 2. November 2009

Extremismus spaltet Länder und führt zu neuen Teilungen zwischen Osten und Westen, muslimisch und nicht-muslimisch. Terrorismus hat nichts mit Religion oder Nationalität zu tun; es geht um Menschen, die kein Ziel vor Augen haben.“

In der letzten Oktoberwoche reiste das SAVE Team nach Sana´a, um mehr über Frauen und ihre Sicht auf Extremismus zu erfahren und um einen SAVE Jemen Länderstützpunkt aufzubauen. In den Medien wird Jemen als Nährboden und Trainingsort für terroristische Aktivitäten dargestellt, als Staat, der dabei ist, zu zerfallen. Edit Schlaffer und ihre Team trafen auf eine dynamische Zivilgesellschaft, auf gebildete, engagierte und offene Frauen.

SAVE baute eine Gruppe aktiver Frauen aus unterschiedlichsten Bereichen auf – Frauen- und Menschenrechtsinstitutionen, Presse, internationale Organisationen. In einer Reihe von Treffen und Diskussionen erzählten die Frauen ihre persönlichen Geschichten, debattierten und designten ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Projekt, das sie als Gruppe vor Ort durchführen werden. Regelmäßige SAVE Treffen werden stattfinden, auch um mehr Frauen für die Initiative zu gewinnen. Ein Schwerpunkt der SAVE Jemen Gruppe wird auf der Arbeit mit Müttern liegen; Mütter als Frühwarnsysteme, wenn ihre Kinder gefährdet sind, in die Fallen extremistischer Ideologien zu tappen.

Im Rahmen einer SAVE Pressekonferenz, die vom Media Women´s Forum mitgetragen wurde, veranstaltete SAVE eine Filmpräsentation von „Journeys through Darkness“. Der Film, den es mittlerweile auch mit arabischen Untertiteln gibt, erntete vom Publikum
Anerkennung, die Zuseherinnen fanden sich in den Geschichten der drei porträtierten Frauen wieder.
Die SAVE Agenda wurde sowohl von englischsprachigen als auch von arabischen Medien großflächig gefeatured. Eine Auswahl an Pressemeldungen finden Sie in Kürze auf unserer Homepage.

Die Gruppe der Frauen, die sich für SAVE engagieren wollen, ist beeindruckend:

Fahmia al-Fotih´ ist die lokale SAVE Jemen Koordinatorin. Sie ist kürzlich aus London nach Sana´a zurückgekehrt, wo sie ein Masterstudium in Internationale Beziehungen an der Westminster Universität abgeschlossen hat. Fahmia ist eine mutige und starke Stimme für die jemenitischen Frauen, sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene. Ihre Arbeit als Journalistin und Lehrerin ist für SAVE Jemen und SAVE global eine große Bereicherung.

Husnia Al-Kadri ist Direktorin des Gender-Development Research and Studies Center an der Universität Sana´a. Husnia wirkte an zahlreichen Forschungsberichten zur Situation der Frauen in Jemen mit. Für SAVE wird Husnia eine Studie durchführen, die darauf eingeht, wie Eltern das Abdriften ihrer Kinder in extremistische Kreise erleben und erkennen. Dieses aktionsorientierte, einmalige Forschungsprojekt wird den Grundstein für die Einbindung der Mütter in die lokale Arbeit von SAVE in Jemen legen.

Amal Al-Basha ist eine der führenden Frauen- und Menschenrechtsaktivistin Jemens. Die Gründerin des unabhängigen Sisters Arab Forum baute eine Anti-Gewalthotline für Frauen auf.

Rahma Hugaira ist eine anerkannte Journalistin und Vorsitzende des Media Women´s Forum. Ihr Ziel ist es, journalistische Beiträge zu produzieren und zu senden, die positive Auswirkung auf verantwortungsvolle Regierungsführung haben. Rahma ist engagiert und motiviert, sie hat bereits Osama bin Laden interviewt und eine eigene Zeitung gegründet.

Nadia Al-Saqqaf ist Jemens einzige weibliche Zeitungsherausgeberin. Sie übernahm Yemen Times nach dem frühen Tod ihres Vaters und baute eines der führenden englischsprachigen Medien der Golfregion auf. In ihren wissbegierigen und kritischen Artikeln greift sie Themen auf, die von den regierungsnahen Medien nicht beachtet werden.

Eine Reihe erfolgreicher Treffen mit MinisterInnen, fortschrittlichen Mädchenschulen und Individuen, die allesamt bereit sind, etwas zu verändern und voranzutreiben, zeigte, dass die jemenitische Gesellschaft überzeugt davon ist, dass eine friedliche und gemeinschaftliche Zukunft möglich und wünschenswert ist.

Die Teilnahme der Frauen an diesem Wandel ist entscheidend und die führenden weiblichen jemenitischen Stimmen müssen ihre Schwestern dazu ermutigen, gegen gewalttätigen Extremismus aufzustehen.

Eine weitere Reise nach Sana´a ist für Anfang 2010 geplant.

 
 

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