Rückblick

Güner Balci © Güner Balci

Güner Yasemin Balci

Henryk Broder ©Marco Limberg

Henryk Broder

Necla Kelek ©Necla Kelek

Necla Kelek

Ahmad Mansour © Ahmad Mansour

Ahmad Mansour

Nina Scholz

Nina Scholz

BMUKK logo © BMUKK

KONFERENZ: Menschenrechte – Frauenrechte

im Spannungsfeld von kultureller und religiöser Identität als Herausforderung für Schule und Gesellschaft

16.12.2013 
Festsaal der Diplomatischen Akademie Wien, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien. 14 bis 18 Uhr

Die Geschichte der Migration ist Teil unserer eigenen Geschichte geworden. Die westlichen Aufnahmegesellschaften werden konfrontiert mit Lebensvorstellungen traditioneller Gesellschaften, deren Alltagsgestaltung häufig auf fundamentalistischen Wertvorstellungen beruht. Die ersten aufbrechenden Konfliktlinien bewegten sich entlang der Begrifflichkeiten soziale Ausgrenzung, Ausländerfeindlichkeit und Benachteiligung. Das hat Konsequenzen für das Zusammenleben der Kulturen. Es hat aber vor allem Konsequenzen für die jungen Frauen, die „in ihrer neuen Welt mit alten Werten“ aufwachsen. Doch auch die Burschen müssen vom Bildungssystem adressiert werden, damit das Zusammenleben nicht nur in der öffentlichen, sondern auch in der privaten Sphäre gelingt.

Die Schule ist ein geeigneter Ausgangspunkt für diese individuelle Selbstreflexion, um das kollektive Zusammenleben spannungsfreier zu gestalten. In der geplanten Veranstaltung sollen die großen Themen „Menschenrechte – Frauenrechte“ im Kontext von Kultur, Religion und Bildung diskutiert werden.
Die eingeladenen ExpertInnen werden die Fragestellungen in ihren Präsentationen darstellen und mit den Pädagogen und Pädagoginnen, die damit täglich konfrontiert sind, in der Diskussion vertiefen.

Moderation: Micheal Freund, Der Standard

Am Podium sprechen und diskutieren:

Güner Balci: Journalistin, Fernsehredakteurin und Autorin. Sie ist in Berlin-Neukölln aufgewachsen, hat Erziehungs-und Literaturwissenschaften studiert und im Modellprojekt „Kiezorientierte Gewalt- und Kriminalitätsprävention‹ im sozialen Brennpunkt Neuköllns und in einem Mädchentreff mit Jugendlichen aus türkischen und arabischen Familien gearbeitet“. Die frühere ZDF Redakteurin hat 2010 nach „Arabboy“ ihr zweites Buch „ArabQueen oder der Geschmack der Freiheit“ publiziert. Heute arbeitet Sie als freie Journalistin und dreht Dokumentarfilme fürs Fernsehen.

Henryk M. Broder: Deutscher Publizist und Buchautor, geboren in Polen. Er war Autor beim deutschen Magazin „Spiegel“, heute schreibt er für die „Welt“, und verfasst Weblogs. Broder ist einer der Begründer des politischen Blogs „Achse des Guten“, er hat zahlreiche Debatten geführt und Bestseller geschrieben, zuletzt „Vergesst Auschwitz!“ und „Die letzten Tage Europas. Wie wir eine gute Idee versenken“.

Necla Kelek: Soziologin und Autorin aus Berlin. Sie war von 2005 - 2009 ständiges Mitglied der Deutschen Islam-Konferenz und ist Mitglied des Senats der Deutschen Nationalstiftung. Für Ihre Bücher, zuletzt „Hurriya heißt Freiheit – Die arabische Revolte und die Frauen – eine Reise durch Ägypten, Tunesien und Marokko“ und ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Geschwister-Scholl Preis und zuletzt mit dem „Freiheitspreis“ 2011.

Ahmad Mansour: Diplom-Psychologe, arabischer Israeli, lebt seit fast 10 Jahren in Deutschland. Mansour ist Gruppenleiter beim Verein Heroes in Berlin. Heroes ist ein Projekt, in dem sich junge Männer gegen die Unterdrückung im Namen der Ehre und für die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern engagieren. Mansour ist außerdem Mitglied der Deutschen Islam-Konferenz und berät die European Foundation for Democracy zu den Themen Integration, Radikalisierung, Antisemitismus und Erziehungsmethoden in muslimischen Familien.

Nina Scholz: Politikwissenschaftlerin und Autorin, geboren und aufgewachsen in der DDR. Sie studierte an der Freien Universität Berlin, lebt und arbeitet in Wien. Scholz publiziert zum Thema Antisemitismus in der Zwischenkriegszeit und Nationalsozialismus. Im Rahmen eines Projektes zur Ideengeschichte von Individualismus und Menschenrechten erschien 2012 das gemeinsam mit Heiko Heinisch verfasste Buch „Europa, Menschenrechte und Islam - ein Kulturkampf?“ im Passagen Verlag

Wir bitten um Anmeldung unter: office@frauen-ohne-grenzen.org
Die Veranstaltung findet von 14 bis 18 Uhr statt.


Frauen ohne Grenzen organisiert die Veranstaltung mit Unterstützung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur
(BMUKK)


Programm und Ablauf:
14.00 Begrüßung und Vorstellung
Edit Schlaffer, Gründerin und Vorsitzende von Frauen ohne Grenzen

14.15 Impulsreferate
Moderation Michael Freund, Webster University, Der Standard

15.45 Diskussion mit österreichischen Expertinnen und Experten
Lilly Sucharipa / UN Women, Heidi Schrodt/ Initiative Bildung Grenzenlos, Amer Albayati / Initiative liberale Muslime Österreich, Lilian Hofmeister / Juristin, u.a.

16.45 Kaffeepause

17.00 Publikumsdiskussion

17.45 Zusammenfassung und Ausblick
Edit Schlaffer

 
 

« Zurück zur ÜbersichtArtikel weiterleiten Artikel drucken